Welpen und junge Hunde brauchen „Raufereien“ mit Artgenossen

Was eine gute Welpenschule leisten muss

11011735_792973767477024_446296416939618629_n[1]Neueste Studien aus der Verhaltensforschung und aktuelle Erkenntnisse aus der Neurobiologie und Psychologie weisen auf die enorme Bedeutung des Spiels für Hunde hin. Diesen Erkenntnissen wird in guten Welpenschulen Rechnung getragen. Hundewelpen, die nicht ausreichend oft spielen dürfen, zeigen überdurchschnittlich oft Entwicklungsstörungen bis hin zur ADHS-Symptomatik. In der wichtigen Welpenzeit des Hundes erfolgt die Prägung des Hundes auf beide Arten, den Menschen und den Hund. Der regelmäßige Umgang und das intensive Spielen ist deshalb mit beiden Arten wichtig, denn nur so wird ein Lebewesen entstehen, das in seiner Zukunft mit beiden Arten im Alltag auch aggressions– und angstfrei kommunizieren und umgehen kann.

Dabei gehören besonders für Welpen in jedem Fall gleichaltrige oder ähnlich alte Kameraden zu den wichtigen Spielpartnern. Zwei bis drei mal pro Woche Spielen mit Gleichaltrigen sind für eine gute Entwicklung des Welpen unabdingbar – aus diesem Grunde bieten wir für unsere Kunden in der Woche mehrere Trainingstermine an. Welpenschulen, die lediglich Spielangebote mit „sozialisierten Althunden“ oder nur Einzelunterricht anbieten, sind nicht ideal für eine gesunde Welpen-Entwicklung. Das Spielen, Rennen und Raufen mit Gleichaltrigen verschiedener Rassen fördert aber nicht nur das Sozialverhalten, sondern trainiert auch wichtige Sozialkompetenzen, die der Hund braucht, um bei Konflikten und Frustrationen später angemessen reagieren zu können.
Untersuchungen von Marc Bekoff zeigen, dass gerade auch in der Zeit des 3. und 4. Lebensmonates die Geselligkeit des Hundes durch Spielkontakte geprägt wird. Hunde, die in dieser Phase intensiv mit anderen Artgenossen spielen dürfen, entwickeln sich zu geselligen Tieren, die im Rudel auch Betreuungs– und Babysitterfunktionen gerne und gut übernehmen. Für unsere Familienkonstellationen sind solche Hunde ideale Partner, da sie sich damit auch in unsere Familie gut einpassen können.

Studien zeigen weiterhin, dass nur bei spielerischem Raufen und Toben (rough- and -tumble- play) die Bereiche im Hundegehirn durch bestimmte Botenstoffe angeregt werden, die für die Reifung zur Konzentrationsfähigkeit und der sozialen Kompetenz verantwortlich sind. Fehlen also diese „Raufereien“ mit Gleichaltrigen, steigt das Risiko von sog. „ADHS – Störungen“ bei Hunden um ein vielfaches an. Im Spiel entwickeln sich beim Vierbeiner wichtige Fähigkeiten, die er als Familienhund braucht:

  • Soziale Kompetenzen: Selbstvertrauen, Lernvermögen und Stressbewältigungsfähigkeiten, Impulskontrolle und Fairness
  • Physische Kompetenzen: Gehirnentwicklung, Bewegungskoordination, Feinmotorik und räumliches Orientierungsvermögen

Die zweite entscheidende Prägungsphase im Hundeleben

Ab dem sechsten Lebensmonat beginnt eine zweite wichtige Prägungsphase des Hundes. Hier müssen alle bereits gemachten Erfahrungen des Welpen quasi noch einmal durch intensive positive Erfahrungen bestätigt werden, um dauerhaft im Hundegehirn abgespeichert werden zu können, sonst werden sie gelöscht. Dies gilt für die Prägung auf Menschen, Kinder und andere Hunde ebenso wie für die Gewöhnung an die Umwelt. Ein typisches Beispiel hierfür ist, dass wir in der Welpenzeit mit CDs und anderen Übungen die Geräusch– und Schussunempfindlichkeit intensiv üben. Wird dieses Training jedoch in der Junghundezeit nicht noch einmal wiederholt, dann ist die Wahrscheinlichkeit, trotz gutem Welpentraining einen schussempfindlichen Hund zu bekommen außerordentlich hoch. Wir erleben leider immer wieder, dass vermehrt Kleinhundebesitzer nach der Welpenschule das Training in der Hundeschule nicht weiterführen, denn der Kleinhund hat ja nun so viel gelernt und alles sieht im Alltag recht harmonisch aus. Genau diese Hunde sehen wir dann als Problemhunde nach der Pubertät wieder.

Mit einem kontinuierlich gut angeleiteten Training in einer Hundeschule Ihres Vertrauens über die Junghundezeit hinaus kann man derartige Fehlentwicklungen verhindern.

Theragility © – „Zuerst muss die Seele des Hundes bewegt werden“

Ein von uns entwickeltes psychomotorisches Förderprogramm für Auslandshunde und traumatisierte Vierbeiner
Auslandshunde, aber auch einige Inlandshunde habne teilweise eine belastende Vergangenheit, die eine gesunde Gesamtentwicklung des Vierbeiners gehemmt haben.
Immer mehr frustrierte Besitzer von traumatisierten( Auslands)Hunden kommen in unsere Beratungen, weil das Training in den klassischen Hundeschul – Kursen keinerlei Erfolg brachten.
Da wir selbst seit 20 Jahren ständig traumatisierte Pflegehunde aus dem Ausland Zuhause haben, wissen wir, dass die gewohnten Erziehungsmethoden bei diesen Vierbeinern meist schlecht oder gar nicht funktionieren, denn diese Hunde unterscheiden sich in ihrem Verhalten und den Ansprüchen an den Halter ganz enorm von unseren deutschen Rassehunden oder Mischlingen.
Was ist nun anders an diesen Hunden, denen wir bei uns ein besseres Leben bieten möchten?

Sie zeigen auffällig oft Verzögerungen:
• In ihrer psychischen Entwicklung – ein Junghund mit 9 Monaten zeigt Wesenzüge eines Welpen
• In ihrer physischen Entwicklung – die motorischen Fähigkeiten des Tieres entsprechen nicht seinem biologischen Alter
• In ihrem innerartlichen Sozialverhalten – Ängste vor fremden Hunden und Menschen
• In der Umweltsicherheit – Ängste vor Geräuschen, fremden Gerüchen, optischen Reizen

Was sind die Ursachen?
Je nachdem, in welcher Entwicklungsphase Hunde schweren Belastungen und traumatischen Erfahrungen ausgesetzt waren, konnten sie bestimmte körperliche und seelische Entwicklungsaufgaben, die für unseren Familenalltag mit dem Hund notwendig sind, nur teilweise oder gar nicht erfüllen, da ihre Energie zur Bewältigung der belastenden Erlebnisse oder Umwelt benötigt wurde. Dafür haben sie andere Überlebensstaratgien entwickelt, die zwar für ihre seelische Notsituation passen, aber in unserem Familienalltag oft als inadäquat erlebt werden.
Bei solchen Vierbeinern müssen zunächst fehlende sensomotorische Entwicklungsstufen nachreifen und beide Gehirnhälften optimal verschaltet werden.
Dies können unsere klassischen Erziehungskure allerdings nicht leisten!
Deshalb brauchen wir für solche Hunde ein massgeschneidertes
Psychomotorsisches Lernprogramm, das bei der Nachreifung des Gehirns ansetzt und geeignet ist, Traumata im Gehirn zu „löschen“.

Ganzheitliche Entwicklungs-, Bewegungs- und Lernförderung
Nur ein gut durchdachtes, in kleinen Schritten aufgebautes positives ganzheitliches Training führt zur Aktivierung und Ausbildung neuer Nervenzellen im Gehirn und späterer neuronaler Vernetzung bei Trauma-Hunden.
Diese Nervenzellen müssen so systematisch und ausgiebig trainiert werden, dass sie automatisch und damit vom Bewusstsein unabhängig funktionieren können.
Die Formatierung des Gehirns findet gerade beim Lauffraubtier Hund vor allem über physiologisch richtige Bewegungen statt.
Umfangreiche und vielfältige Bewegungserfahrungen mit dem ganzen Körper sind deswegen die unverzichtbare Basis für ein gesundes glückliches Hundeleben und eine stabile Psyche des Hundes.
Psychomotorische Bewegungsförderung erarbeitet also die notwendigen sensomotorischen Basiskompetenzen fehlender Entwicklungsstufen beim traumatisierten Hund.
Ganzheitliche Entwicklungs-, Bewegungs- und Lernförderung lösen Ängste und Lernblockaden gehirngerecht mit dem Ziel, das Lernen zu lernen!

Hierfür starten ab Juli unsere neuen Kurse im „Theragility“
„Zuerst muss die Seele bewegt werden“

Unter diesem Motto lernen Sie die für Ihren Hund passenden Übungen kennen, die für eine ganzheitliche Bindungs – und Persönlichkeitsförderung geeignet sind.
Wir bieten behutsam unterschiedliche Sinneserfahrungen – visuell, auditiv, taktil
Wir fördern die grob – und feinmotorischen Entwicklung des Vierbeiners
Wir stärken mit gezielten Übungen das Selbstbewusstsein des Vierbeiners
In passenden Kleingruppen wird das Sozialverhalten des Hundes trainiert – wir bauen Ängste gegenüber anderen Hunden und Menschen ab.
Und zu guter Letzt bekommen Sie viele nützliche Tipps und Hilfen, wie Sie den Alltag möglichst stressfrei für Ihren Traumahund gestalten können.

Mit Theragility können auch Hunde mit schweren Lebenserfahrungen( ängstliche Hnde, Hyperaktive Hunde, Bindungsprobleme, Aggressionen) ihre Defizite schonend ausgleichen, wachsen und wieder intensive Lebensfreude empfinden.

Diese Lebensfreude und die hündische Fähigkeit zum Glücklichsein zu fördern ist oberste Aufgabe der neuen Familie des Auslandshundes und muss VOR der Ausbildung des Hundes in Erziehungskursen erfolgen!