Die Suche nach der passenden Hundeschule und dem geeigneten Trainer ist nicht leicht, denn es gibt in der Zwischenzeit unendlich viele Anbieter, die alle tolle Internettauftritte haben und für den Laien auf den ersten Blick ein recht ähnliches Angebot haben – vor allem im Bereich der Welpen und Junghunde.

Worauf sollten Sie bei der Wahl Ihrer Ausbildungsstätte achten?

1. Hundeschule oder Hundeverein?

Hundeverein
Im Hundeverein steht die SPORTLICHE Ausbildung des Hundes und das Vorbereiten der Hunde auf Sport- oder Zuchtprüfungen im Vordergrund. Aktive Teilnahme am Vereinsleben wird meist vorausgesetzt.

Hier werden Sie von ehrenamtlichen Trainern betreut, die das Hundetraining als Hobby betreiben – deshalb gibt es auch niedrige Kursgebühren.
Die Ausbildung der Trainer erfolgt im Hundesportverband mit circa 30 Stunden Trainerausbildung.
Die Prüfung findet durch den Verband intern statt, es gibt keine staatliche Prüfung durch das Veterinäramt.

Sie finden im Verein viele Trainer, die über ganz unterschiedliche Qualifikationen und persönliche Erfahrung mit Hunden verfügen.

Hundeschule
Die Profi-Trainer einer Hundeschule sind haupt– bzw. nebenberuflich tätig, d. h. sie müssen ihren Lebensunterhalt damit verdienen.
Eine professionelle Hundetrainerausbildung umfasst in der Regel 300 Theoriestunden + 300 Praxisstunden sowie diverse Praktika und eine zusätzliche Prüfung in Theorie und Praxis durch das Veterinäramt.
Profi-Hundetrainer unterliegen durch den Berufsverband und das Veterinäramt der Verpflichtung zur regelmäßigen Fortbildung.

Fazit: Wer ein hundesportlich fokussiertes günstiges Training haben möchte, ist ein einem Verein gut aufgehoben.
Wer jedoch seinen Hund rassegerecht für den Familienalltag erziehen möchte, fachlich fundiert in Kleingruppen oder im Einzeltraining betreut werden will, sollte eine entsprechende HundeSCHULE wählen. Dort werden Sie und Ihr Hund vom Welpenalter an begleitet und mit individueller Beratung auf dem Weg zu einem guten Mensch-Hund-Team intensiv begleitet.
Das Plus einer guten Hundeschule ist die notwendige Erfahrung im Umgang mit und der Ausbildung von Auslands-und Angsthunden.
Hunde, die aus schwierigen Verhältnissen, Tierheimen und Tötungsstationen (aus dem Ausland) kommen bringen häufig viel Ballast mit und stellen meist auch für hundeerfahrene Adoptanten eine große Herausforderung dar.

Leider kopieren manche Hunde – Vereine geschickt die Konzepte einer Hundeschule, ohne diese jedoch fachlich in entsprechender Art auch umsetzen zu können.

Beispiel: Welpengruppen – in denen oftmals viel zu viele, nicht zueinander passende Welpen miteinander spielen.